So fange nun an …

Was ist eine Verheißung wert, wenn sie nicht erkannt und für wahr gehalten wird?

Zugegeben: Oft geht es uns doch so, dass wir im Getümmel des Alltags jemandem begegnen, oder in eine Situation geraten, wo wir im ersten Augenblick gar nicht erkennen um wen, oder was es sich handelt, weil wir stur unseren eingeübten Mechanismen folgen wollen. Sei es, dass wir im Supermarkt einen Freund nicht erkennen, weil wir akribisch nach der Butter im Angebot suchen, oder sei es eine naheliegende Lösung für ein Problem. Wie sagt man doch so schön: Man sieht den Wald vor lauter Bäumen nicht.

Im Umgang mit unserem Vater im Himmel ist es oftmals nicht anders. Wir gehen durch unseren Alltag und wollen zu gern den „christlichen Standards“ folgen und übersehen oft, wie sich Gott uns in den Weg stellt – sei es wegen guten, oder schlechten Dingen in unserem Leben.

Im Monatsspruch für den Mai lesen wir von einem Aha-Erlebnis, welches König David hatte, als er über den Bau eines Hauses für den Herrn nachdachte. Nach einigem hin und her erhält David das Wort von Gott, dass nicht David dem Herrn ein Haus bauen wird, sondern sein Sohn. Diese Bauvorhaben und -pläne sind dabei aber nicht das Entscheidende, sondern dass David, bei allen Verheißungen, die er in diesem Zusammenhang ebenso erhält, Gott von Neuem erkennt: „Es ist keiner wie du, und ist kein Gott außer dir“ (2. Samuel 7, 22). Auch weil Gott ihn daran erinnert, wie er ist, nimmt David das Wesen Gottes von Neuem wahr. Gott ist einzigartig. Er liebt sein Volk und will es formen, so dass es ihm die Ehre geben kann. David fühlt sich positiv überrumpelt und schlägt in die Hand ein, die Gott ihm reicht. „Nun, Herr HERR, du bist Gott, und deine Worte sind Wahrheit. Du hast all dies Gute deinem Knecht zugesagt. So fange nun an und segne das Haus deines Knechts.“ David lässt sich voll und ganz auf die Verheißungen ein, die Gott ihm gegeben hat. Die Basis für diese Zuversicht ist das Erlebte.

Wir brauchen diese Aufblickmomente, wo wir Gott erneut erkennen; seine Einzigartigkeit, seine Güte, seine Treue. Nur dann können wir an den Verheißungen festhalten und einschlagen in die Hand, die uns unser Vater immer wieder reicht. Wir haben viele Verheißungen für das Miteinander unter Glaubensgeschwistern, für das Weitergeben des Wortes Gottes und für das Lobsingen seines Namens. Lasst uns Gott für unsere Musicalarbeit bitten: „So fange nun an und segne das Haus deines Knechtes“.